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Gastroskopie

 

Mit Hilfe der Spiegelung des oberen Verdauungstrakts werden nicht nur krankhafte Veränderungen des Magens, sondern auch der Speiseröhre und des Zwölffingerdarms festgestellt. Im Rahmen der Untersuchung werden auch Proben entnommen. Damit können bösartige Veränderungen entdeckt werden, manchmal schon im sehr frühen Stadium, so dass eine endoskopische Therapie möglich ist. Weiterhin kann die Diagnose einer Magenschleimhautentzündung gestellt und Helicobacter pylori nachgewiesen werden. Dieses Bakterium ist die Hauptursache für Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, außerdem Risikofaktor für Magenkrebs. Der Nachweis gelingt histologisch, bei allen Untersuchungen wird eine Probe der Magenschleimhaut entnommen. Wenn wir im Magen oder Zwölffingerdarm Geschwüre finden, entnehmen wir auch einen Helicobacter-Schnelltest, damit man ggf. eine Behandlung sofort einleiten kann. Die Auswertung vom Schnelltest dauert dauert nur wenige Minuten bis max 1 Stunde. Durch eine antibiotische Behandlung über eine Woche kann der Helicobacter meist eradiziert werden.


Für die Untersuchung ist eine spezielle Vorbereitung nicht notwendig, Sie sollten aber komplett nüchtern sein, auch Ihre Medikamente sollten Sie möglichst nicht einnehmen (bitte besprechen Sie dies im Vorfeld mit uns).

 

Untersuchungsablauf:
Ein dünner, biegsamer Schlauch (das Gastroskop) wird durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt und über den Magen bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Im Rückzug wird dann Luft zugeführt, damit sich die Schleimhaut entfaltet und gut beurteilt werden kann. Die Schleimhaut in Zwölffingerdarm, Magen und Speiseröhre wird sorgfältig inspiziert, aus auffälligen Strukturen werden mit einer kleinen Zange Proben entnommen. Dies ist für Sie absolut schmerzlos und ungefährlich. In einigen Fällen kann durch Aufbringen von Farbe eine bessere Beurteilbarkeit erreicht werden (Chromoendoskopie).


Sie bekommen in der Regel ein Schlafmittel und spüren von der Untersuchung nichts (Sedierung). Sie dauert etwa 5 bis 10 Minuten. Während der Untersuchung und im Aufwachraum erfolgt eine Überwachung der Sauerstoffsättigung ("Clip am Finger"), der Herzfrequenz und des Blutdrucks. Die Magenspiegelung ist sehr risikoarm, Komplikationen, wie etwa eine Verletzung der Magenwand, kommen extrem selten vor. Vor der Untersuchung führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch über den Ablauf der Untersuchung und mögliche Risiken.

 

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Abbildung 1: Unauffälliger Magen (links) und Zwölffingerdarm (rechts).

 

 


 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 16. Februar 2014 um 11:37 Uhr